Ingwersaft selber machen oder kaufen: Was lohnt sich wirklich?
Eine Ingwerknolle kaufen, in den Entsafter stecken und fertig. Müsste selbst gemachter Ingwersaft nicht automatisch günstiger sein als eine fertige Flasche?
So einfach ist die Rechnung nicht.
Wer wirklich reinen Ingwersaft selber machen möchte, braucht zunächst genügend Ingwer. Dann kommen Waschen, Zerkleinern, Pressen, Abfüllen und Reinigen dazu. Je nach Gerät bleibt außerdem mehr oder weniger feuchter Trester zurück. Wer dagegen fertigen Direktsaft kauft, bezahlt nicht nur für die Rohware, sondern auch für die bereits erledigte Verarbeitung.
Das bedeutet nicht, dass Selbermachen schlechter ist. Wer einen guten Entsafter besitzt, größere Mengen braucht und gerne selbst verarbeitet, kann damit sehr zufrieden sein.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
Was ist grundsätzlich billiger?
Sondern:
Welche Variante lohnt sich für deinen tatsächlichen Verbrauch, deine Geräte und deinen Alltag?
Kurzantwort
Ingwersaft selbst herzustellen kann sich lohnen, wenn du bereits einen geeigneten Entsafter besitzt, regelmäßig größere Mengen brauchst und Zeit für Herstellung und Reinigung einplanst. Fertiger Direktsaft ist besonders praktisch, wenn du häufig nur wenige Milliliter benötigst. Für einen fairen Vergleich zählen deshalb nicht nur die Ingwerkosten, sondern auch Saftausbeute, Gerät, Arbeitszeit, Reinigung und mögliche Tresterverwendung.
Ingwersaft selber machen ist nicht dasselbe wie einen Ingwer-Shot mixen
Bevor wir rechnen, müssen wir zwei Dinge auseinanderhalten.
Viele Rezepte unter dem Stichwort „Ingwersaft selber machen“ bestehen aus:
-
Ingwer
-
Apfel
-
Orange
-
Zitrone
-
Wasser
-
Kurkuma
-
eventuell Süße
Das kann ein sehr gutes Getränk ergeben.
Es ist aber kein reiner Ingwersaft.
Ein Ingwer-Shot ist meist bereits eine Rezeptur. Reiner Ingwer-Direktsaft dagegen ist die Ausgangszutat. Genau diesen Unterschied haben wir im Beitrag Ingwersaft oder Ingwer-Shot: Was ist eigentlich der Unterschied? ausführlicher erklärt.
Wenn wir in diesem Artikel von selbst gemachtem Ingwersaft sprechen, meinen wir deshalb:
Saft, der direkt aus Ingwer gewonnen wird – nicht einen mit Fruchtsäften oder Wasser fertig gemischten Shot.

Nur so lässt er sich sinnvoll mit einem fertigen 100-prozentigen Direktsaft vergleichen.
Wie kannst du reinen Ingwersaft zu Hause herstellen?
Am einfachsten funktioniert das mit einem Entsafter.
Der Ingwer wird gründlich gereinigt, je nach Gerät in passende Stücke geschnitten und anschließend ausgepresst. Der Saft wird vom festen Pflanzenmaterial getrennt. Übrig bleibt der sogenannte Trester.
Ein Slow Juicer arbeitet dabei mit mechanischem Druck und vergleichsweise niedriger Drehzahl. Zentrifugalentsafter zerkleinern das Pressgut dagegen schnell und schleudern den Saft anschließend heraus. Bei beiden Verfahren unterscheiden sich Saftausbeute und Handhabung je nach Gerät deutlich. Vergleichstests zeigen, dass die tatsächlich gewonnene Saftmenge auch zwischen verschiedenen Entsaftern erheblich schwanken kann. (DAS HAUS)
Für unseren Kostenvergleich ist genau das wichtig:
Der Kilopreis des Ingwers allein sagt noch nicht, was 200 Milliliter selbst gepresster Saft kosten.
Geht Ingwersaft auch ohne Entsafter?
Grundsätzlich ja.
Du kannst Ingwer zerkleinern beziehungsweise mit etwas Flüssigkeit mixen und die Masse anschließend durch ein feines Sieb oder Tuch drücken.
Dabei entsteht jedoch ein anderer Arbeitsablauf.
Du brauchst:
-
einen leistungsfähigen Mixer,
-
eventuell zusätzliche Flüssigkeit für das Mixen,
-
ein feines Sieb oder Passiertuch,
-
Kraft zum Auspressen,
-
anschließend die Reinigung von Mixer, Sieb und Arbeitsfläche.
Vor allem Punkt zwei ist wichtig.
Sobald du Wasser zugibst, erhältst du keinen unverdünnten 100-prozentigen Ingwersaft mehr.
Wenn dein Ziel ein Shot oder ein Getränk ist, kann das völlig in Ordnung sein. Wenn du aber einen reinen Direktsaft mit einem gekauften Direktsaft vergleichen möchtest, vergleichst du sonst unterschiedliche Produkte.
Die entscheidende unbekannte Größe: die Saftausbeute
Angenommen, du kaufst ein Kilogramm Bio-Ingwer.
Wie viele Milliliter Saft erhältst du daraus?
Darauf gibt es keine universelle Zahl.
Die tatsächliche Ausbeute kann unter anderem beeinflusst werden durch:
-
Beschaffenheit der Rhizome
-
Wassergehalt
-
Lagerzustand
-
Gerät
-
Pressverfahren
-
Vorbereitung des Ingwers
-
Geschwindigkeit der Verarbeitung
-
verbleibende Feuchtigkeit im Trester
Auch Hersteller und Entsafter-Ratgeber weisen darauf hin, dass Faktoren wie Reifegrad, Schnittgröße und Verarbeitung die Saftausbeute verändern können. (NUTRILOVERS | #WissenWasDrinIst)
Deshalb wäre eine Aussage wie
„500 Gramm Ingwer ergeben immer 200 Milliliter Saft“
zu schön, um zuverlässig zu sein.
Wer seine eigenen Kosten wissen möchte, sollte einmal tatsächlich wiegen und messen.
So ermittelst du deine persönliche Saftausbeute
Das geht erstaunlich einfach.
Wiege beispielsweise vor dem Entsaften:
500 g Ingwer
Entsafte diese Menge vollständig.
Miss anschließend, wie viele Milliliter Saft du erhalten hast.
Dann hast du eine reale Zahl für:
-
deinen Ingwer
-
dein Gerät
-
deine Arbeitsweise
Genau diese Zahl ist für deinen Kostenvergleich wesentlich wertvoller als irgendein Durchschnitt aus dem Internet.

Beispiel für die Berechnung
Angenommen:
-
eingesetzte Ingwermenge = 500 g
-
Kosten dieser 500 g = X Euro
-
tatsächlich gewonnener Saft = Y ml
Dann lautet die Rechnung für 200 ml:
X € ÷ Y ml × 200 ml
Das Ergebnis sind deine reinen Rohwarenkosten für 200 Milliliter Saft.
Noch fehlen allerdings Gerät, Strom, Arbeit und Reinigung.
Der Kilopreis allein führt schnell in die Irre
Stell dir zwei Käufer vor.
Person A kauft Ingwer günstig, besitzt aber einen Entsafter, dessen Trester nach dem Pressen noch auffallend feucht ist.
Person B bezahlt etwas mehr für die Rohware, gewinnt mit ihrem Gerät daraus aber deutlich mehr Saft.
Wer produziert günstiger?
Das lässt sich aus dem Kilopreis nicht beantworten.
Entscheidend ist:
Was kostet die Ingwermenge, die du tatsächlich für 200 Milliliter Saft benötigst?
Erst damit wird der Vergleich fair.
Muss man die Kosten des Entsafters mitrechnen?
Manchmal ja. Manchmal nein.
Besitzt du seit Jahren einen Slow Juicer und nutzt ihn ohnehin regelmäßig für Gemüse- und Obstsäfte, wäre es wenig sinnvoll, seinen kompletten Anschaffungspreis dem Ingwersaft anzulasten.
Anders sieht es aus, wenn du überlegst:
„Soll ich mir für Ingwersaft einen Entsafter kaufen?“
Dann gehört das Gerät selbstverständlich zur Entscheidung.
Eine einfache Rechnung hilft.
Beispiel
Ein Gerät kostet 300 Euro.
Du verwendest es in den nächsten Jahren hundertmal ausschließlich oder überwiegend zum Ingwerentsaften.
Dann entfallen rechnerisch etwa:
3 Euro Gerätekosten auf jeden Pressvorgang.
Bei 300 Anwendungen wären es noch:
1 Euro pro Pressvorgang.
Das ist keine buchhalterisch perfekte Abschreibung.
Aber es zeigt, warum ein vorhandenes Gerät und eine Neuanschaffung zwei völlig unterschiedliche Ausgangslagen sind.
Der unterschätzte Kostenfaktor steht danach in der Spüle
Das Pressen selbst kann schnell gehen.
Die Arbeit endet aber nicht, wenn der Saft im Glas ist.
Je nach Gerät folgen:
-
Presswerk auseinandernehmen
-
Siebe oder Filter reinigen
-
Faserreste entfernen
-
Auffangbehälter spülen
-
Arbeitsfläche säubern
-
Gerät trocknen und wieder zusammensetzen

Wer häufig entsaftet, entwickelt dafür Routine.
Wer dagegen nur fünf Milliliter Ingwersaft für ein Dressing benötigt, wird kaum vorher eine komplette Entsaftungsrunde starten.
Genau hier verändert sich die Rechnung.
Nicht unbedingt in Euro.
Sondern im Alltag.
Was ist deine Zeit wert?
Diese Frage wird bei Lebensmittelvergleichen gerne ausgelassen.
Das ist verständlich: Kochen ist schließlich nicht automatisch Arbeitszeit.
Wer gerne Ingwer verarbeitet, muss daraus keinen Stundenlohn errechnen.
Trotzdem sollte Zeit in einer ehrlichen Entscheidung vorkommen.
Nehmen wir zwei Situationen.
Situation A: Samstagvormittag
Du hast Zeit, einen größeren Vorrat vorzubereiten. Der Entsafter steht ohnehin auf der Arbeitsfläche.
Selbermachen kann sehr gut passen.
Situation B: Dienstagabend
Die Sauce ist fast fertig. Es fehlen noch ein paar Milliliter Ingwersaft.
Jetzt zählen nicht Rohwarenpreise pro Kilogramm.
Jetzt zählt:
Ist der Ingwer bereits flüssig verfügbar?
Genau in solchen Situationen liegt ein wesentlicher Vorteil eines fertigen Direktsafts.
Bei kleinen Mengen verändert sich die Entscheidung besonders stark
Das wird deutlich, wenn man Ingwersaft nicht als Getränk betrachtet, sondern als Küchenzutat.
Typische Anwendungen benötigen keine ganze Flasche auf einmal.
Einige Milliliter können beispielsweise genügen für:
-
Dressing
-
Marinade
-
Tee
-
Schorle
-
Sauce
-
Cocktail oder Mocktail
-
selbst gemischten Shot
Beim Bio-Ingwersaft der Ingwerianer werden aktuell etwa 5 bis 10 Milliliter je Anwendung als typische Größenordnung genannt. Eine 200-ml-Flasche ergibt damit rechnerisch ungefähr 20 bis 40 Anwendungen.
Wer wissen möchte, wie sich diese Mengen auf unterschiedliche Anwendungen und Kosten verteilen, findet die ausführliche Rechnung im Artikel Wie lange reicht eine Flasche Bio-Ingwersaft?
Der entscheidende Punkt hier:
Für fünf Milliliter Bedarf lohnt sich kein spontaner Pressvorgang.
Du würdest sinnvollerweise eine größere Menge auf Vorrat herstellen.
Damit kommt die nächste Frage ins Spiel.
Selbst gemacht bedeutet auch: lagern
Nach dem Pressen hast du meist mehr Saft als für ein einzelnes Rezept nötig.
Also musst du entscheiden:
-
sofort verbrauchen
-
gekühlt lagern
-
portionsweise einfrieren
Dabei sind saubere Gefäße und hygienisches Arbeiten wichtig.
Wer größere Mengen selbst herstellt, sollte deshalb schon vor dem Entsaften wissen, wie viel er tatsächlich benötigt und wie der Rest aufbewahrt werden soll.
Fertiger Direktsaft nimmt dir die Lagerfrage übrigens nicht vollständig ab. Auch eine angebrochene Flasche muss entsprechend den Herstellerangaben behandelt werden.
Es geht also nicht um:
selbst gemacht = Lagerproblem, gekauft = kein Lagerproblem.
Sondern um die Menge, die nach der jeweiligen Verarbeitung verfügbar ist.
Und was passiert mit dem Ingwertrester?
Nach dem Entsaften bleibt fester Pressrückstand.
Den einfach als wertlosen Abfall zu betrachten, wäre zu kurz gedacht.
Je nach Beschaffenheit kann Ingwertrester beispielsweise weiterverarbeitet werden in:
-
Gebäck
-
Würzpasten
-
Teig
-
herzhaften Mischungen
-
anderen Küchenanwendungen
Wir haben diesem Thema deshalb einen eigenen Beitrag gewidmet: Ingwertrester sinnvoll weiterverwenden. Dort zeigen wir verschiedene Möglichkeiten, aus dem Pressrückstand noch etwas zu machen.
Das verändert sogar den wirtschaftlichen Vergleich.
Wer den Trester tatsächlich nutzt, erhält beim Selbstpressen neben dem Saft einen zweiten verwendbaren Rohstoff.
Wer ihn jedes Mal entsorgt, eben nicht.
Wann lohnt es sich, Ingwersaft selbst zu machen?
Ich würde zum Selbermachen tendieren, wenn mehrere dieser Punkte auf dich zutreffen:
-
Du besitzt bereits einen guten Entsafter.
-
Du verwendest größere Mengen Ingwersaft.
-
Du entsaftest ohnehin regelmäßig.
-
Du möchtest deine Ingwerknollen selbst auswählen.
-
Du hast Spaß an der Verarbeitung.
-
Reinigung stört dich nicht.
-
Du kannst überschüssigen Saft sinnvoll lagern oder einfrieren.
-
Du verwendest auch den Trester.
Dann ist die Eigenherstellung nicht lästige Zusatzarbeit.
Sie gehört zu deiner Küchenroutine.
Und gerade dann kann sie sehr sinnvoll sein.
Wann ist fertiger Direktsaft praktischer?
Die Kaufvariante wird interessanter, wenn du:
-
häufig nur wenige Milliliter brauchst
-
spontan mit Ingwer würzen möchtest
-
keinen Entsafter besitzt
-
kein weiteres Küchengerät anschaffen möchtest
-
Reinigung vermeiden möchtest
-
Ingwersaft für viele verschiedene Anwendungen verwendest
-
eine bereits flüssige Basis im Kühlschrank haben möchtest

Der Bio-Ingwersaft der Ingwerianer ist aktuell als 200-ml-Direktsaft erhältlich, besteht laut Produktbeschreibung aus 100 Prozent Bio-Ingwer und kostet derzeit 15 Euro. Er enthält laut Anbieter keinen zugesetzten Zucker, keine Farb- und keine Konservierungsstoffe. (DIE INGWERIANER®)
Der wichtigste Unterschied zur Eigenherstellung steckt dabei nicht allein in der Flasche.
Du kaufst bereits erledigte Verarbeitung.
Waschen, Pressen, Abfüllen und die Verarbeitung des Rohmaterials sind schon passiert.
Was kostet die Bequemlichkeit?
Bei aktuell 15 Euro für 200 Milliliter kostet der fertige Bio-Ingwersaft der Ingwerianer:
7,50 Euro je 100 ml. (DIE INGWERIANER®)
Das ist eine transparente Zahl.
Ob sie teuer oder günstig ist, lässt sich aber erst beurteilen, wenn du deine tatsächlichen Selbstherstellungskosten kennst.
Deshalb würde ich beim nächsten Selberpressen vier Werte notieren:
| Wert | Eintragen |
|---|---|
| Gewicht des eingesetzten Ingwers | ___ g |
| Preis dieses Ingwers | ___ € |
| gewonnene Saftmenge | ___ ml |
| Zeit für Vorbereitung + Reinigung | ___ Minuten |
Danach kannst du rechnen.
Rohwarenkosten für 200 ml
Ingwerkosten ÷ gewonnene Saftmenge × 200
Anschließend entscheidest du selbst, ob du zusätzlich:
-
Gerätekosten
-
Strom
-
deine Zeit
berücksichtigen möchtest.
Das ist viel ehrlicher als eine pauschale Behauptung, Selbstmachen sei immer billiger oder Kaufen grundsätzlich teurer.
Ein Beispiel ohne erfundene Saftausbeute
Nehmen wir an, dein eigener Pressversuch kostet dich für die verwendete Ingwermenge 6 Euro.
Wie günstig der daraus gewonnene Saft ist, hängt jetzt vollständig von deiner tatsächlichen Ausbeute ab.
Bekommst du 150 ml heraus, kosten 200 ml rechnerisch:
8 Euro Rohware.
Bekommst du 250 ml heraus, liegen die Rohwarenkosten für 200 ml dagegen bei:
4,80 Euro.
Beide Rechnungen starten mit denselben 6 Euro Ingwerkosten.
Allein die Saftausbeute verändert das Ergebnis erheblich.
Deshalb sollte sie gemessen und nicht geraten werden.
Und weiterhin fehlen in beiden Beispielen Gerät, Reinigung und Zeit.
Selbermachen oder kaufen: der direkte Vergleich
| Kriterium | Selbst pressen | Fertiger Direktsaft |
|---|---|---|
| Rohware selbst auswählen | sehr gut möglich | Hersteller entscheidet |
| Entsafter nötig | meist ja | nein |
| Vorbereitung | erforderlich | entfällt |
| Reinigung | je nach Gerät deutlich | minimal |
| Saftausbeute | schwankend | für Nutzer irrelevant |
| Spontane kleine Menge | unpraktisch | sehr praktisch |
| Größere Menge auf einmal | gut möglich | mehrere Flaschen nötig |
| Trester verfügbar | ja | nein |
| Zutaten kontrollieren | vollständig | Zutatenliste prüfen |
| Kosten | abhängig von Rohware und Ausbeute | vor dem Kauf bekannt |
| Zeitaufwand | vorhanden | sehr gering |
| Dosierbarkeit | nach Herstellung gut | sofort verfügbar |
Drei typische Denkfehler beim Vergleich
1. Nur Ingwerpreis gegen Flaschenpreis rechnen
Das ignoriert die Saftausbeute.
Du kaufst Kilogramm Ingwer, verwendest aber Milliliter Saft.
Dazwischen liegt die Verarbeitung.
2. Einen vorhandenen Entsafter mit einer Neuanschaffung gleichsetzen
Wer ein Gerät bereits besitzt, hat andere Kosten als jemand, der dafür erst mehrere hundert Euro investieren müsste.
3. Die eigene Zeit entweder völlig überbewerten oder komplett ignorieren
Nicht jede Minute in der Küche muss in Euro umgerechnet werden.
Aber fünf Minuten Aufwand und zwanzig Minuten Reinigen sind trotzdem Teil der Entscheidung.
Der vielleicht wichtigste Unterschied zeigt sich erst im Alltag
Angenommen, du möchtest einmal pro Woche einen Liter Ingwersaft herstellen.
Dann lohnt es sich durchaus, über eine effiziente eigene Pressroutine nachzudenken.
Angenommen, du brauchst dagegen heute:
-
5 ml fürs Dressing,
-
morgen 10 ml für eine Schorle,
-
übermorgen etwas für eine Sauce.
Dann ist das Problem ein anderes.
Du brauchst keinen Pressvorgang.
Du brauchst eine verfügbare Zutat.
Genau an dieser Stelle wird reiner Ingwersaft vom Getränk zum Vorratsprodukt.
Eine Flasche erfüllt dann eine ähnliche Funktion wie Essig, Zitronensaft oder eine Würzsauce: Du verwendest jeweils nur so viel, wie das Rezept verlangt.
Also: Was lohnt sich wirklich?
Die Antwort hängt weniger vom Grundsatz „selber machen oder kaufen“ ab als von deinem Nutzungstyp.
Du bist eher der Selbstpresser, wenn …
du bereits einen Entsafter hast, viel Saft benötigst, gerne Lebensmittel selbst verarbeitest und die Pressroutine für dich kein Aufwand ist.
Du bist eher der Direktsaft-Nutzer, wenn …
du Ingwer flexibel in Getränken und Küche verwendest, häufig kleine Mengen benötigst und die fertige Verarbeitung höher bewertest als den möglichen Preisvorteil eigener Rohware.
Beides ist vernünftig.
Unvernünftig wäre nur, die Entscheidung anhand einer einzigen Zahl zu treffen.
Fazit
Ingwersaft selber machen oder kaufen?
Wenn du bereits einen guten Entsafter besitzt, größere Mengen verarbeitest und auch mit Reinigung und Trester etwas anfangen kannst, hat Selbermachen klare Vorteile.
Wer dagegen regelmäßig nur wenige Milliliter benötigt, sollte nicht nur den Ingwerpreis betrachten. Fertiger Direktsaft spart Einkauf einzelner Pressmengen, Vorbereitung, Entsaften und vor allem Reinigung. Er steht sofort als dosierbare Ingwerbasis zur Verfügung.
Der faire Vergleich lautet deshalb nicht:
Ingwerknolle gegen Flaschenpreis.
Sondern:
Rohware + Saftausbeute + Gerät + Arbeit + Reinigung gegen fertig verarbeiteten Direktsaft.
Erst wenn du diese Faktoren kennst, weißt du, was sich für dich wirklich lohnt.
So ist dieser Artikel entstanden
Für diesen Artikel wurden aktuelle Produktangaben der Ingwerianer, bestehende Beiträge zur Verwendung und Ergiebigkeit von Direktsaft sowie Informationen und Praxistests zu verschiedenen Entsaftungsverfahren ausgewertet. Unterschiede bei der Saftausbeute wurden bewusst nicht in eine pauschale Zahl umgerechnet, weil Rohware und Geräte das Ergebnis beeinflussen können. Vergleichstests verschiedener Entsafter zeigen tatsächlich deutliche Unterschiede bei der gewonnenen Saftmenge. (DIE INGWERIANER®)
Auch die Weiterverwendung des Pressrückstands wurde berücksichtigt, weil Trester beim Selbstentsaften nicht zwangsläufig Abfall sein muss. (DIE INGWERIANER®)
Zuletzt fachlich geprüft: 17. August 2026
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Wer Ingwer nur gelegentlich selbst pressen möchte, kann das mit einem geeigneten Entsafter gut tun. Wenn dagegen eine bereits verarbeitete Ingwerbasis für kleine und spontane Anwendungen gefragt ist, spart fertiger Direktsaft mehrere Arbeitsschritte.
Unser Bio-Ingwersaft besteht aus 100 Prozent Bio-Ingwer und ist direkt in kleinen Mengen dosierbar.
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